Aachener Rathaus
Neben dem Aachener Dom ist das Rathaus in Aachen sicherlich das bekannteste Gebäude der Stadt und steht wie dieser in der historischen Altstadt.
Mit dem Bau begann man im Jahre 1330, wahrscheinlich auf den Grundmauern der Königshalle der ehemaligen Pfalz Karls des Großen, die mehr als 500 Jahre zuvor an dieser Stelle errichtet worden war. Erhalten blieb der Granusturm, den man sogar aufstockte und in den Neubau integrierte. In dieser Form ist er bis heute erhalten.
Zur Zeit des Rathausneubaus war Aachen eine freie Reichsstadt – so erfolgte der Neubau auch als Ausdruck der Freiheit der Bürgerschaft in der Stadt.
Mehrmals in seiner Geschichte wurde das Aachener Rathaus durch Brände und Kriegseinwirkung teilweise beschädigt und zerstört. Erstmalig geschah dies bei einem großen Stadtbrand in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Bei diesem Großband sollen etwa 80 Prozent der Häuser der damaligen Stadt Opfer der Flammen geworden sein. Die für die damalige Zeit typischen Fachwerkhäuser waren überwiegend aus Holz errichtet und konnten dem Feuer nicht lange standhalten. In Mitleidenschaft gezogen wurden auch einige Türme und Teile des Daches des Rathauses. Der anschließende Wiederaufbau erfolgte im barocken Stil.
Weitere Umbauten erfolgten rund hundert Jahre später als man das Rathaus zum Stadtschloss im Stil des Barock umbaute.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts baute man das Rathaus jedoch abermals um – diesmal um möglichst den gotischen Originalzustand wiederherzustellen. Das Gebäude wurde dabei mit allerlei neuen Gemälden und Skulpturen ausgestattet.
1883 verursachte wiederum ein Brand Schäden am Dach und an den Türmen, die in den darauf folgenden Jahren beseitigt wurden. Schwerer wogen hingegen die Zerstörungen durch Bombentreffer während des Zweiten Weltkrieges. Das Aachener Rathaus wurde dadurch stark zerstört. Mit dem Wiederaufbau begann man jedoch schon in den 40er Jahren. Später erfolgte noch eine umfassende Renovierung der Innenräume.
Heute beherbergt das Aachener Rathaus Kopien der so genannten Reichskleinodien, deren Originale in der Schatzkammer der Wiener Hofburg beheimatet sind.
