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CHIO-Organisatoren unterstützen Anti-Doping-Kampf
Die Organisatoren des CHIO in Aachen haben der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ihre volle Unterstützung im weiteren Kampf gegen Doping zugesagt, erklärte Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender von CHIO-Ausrichter Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV).
«Die jetzt beschlossene Auflösung der Kader und das Einsetzen einer unabhängigen Kommission sind ein klarer Neustart für einen sauberen und transparenten Sport», ergänzte Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH.
Es müsse sichergestellt werden, so erklärte Mronz weiter, dass nun auch konsequent die nächsten Schritte folgen. Er plädierte dafür, dass die bereits eingeleiteten Gespräche mit der Nationalen Anti- Doping Agentur NADA «nun zügig zu einem Abschluss gebracht werden».
Beim CHIO in Aachen (26. Juni bis 5. Juli) werden nach Angaben vom 29. Mai die Maßnahmen im Kampf gegen Doping und verbotene Medikation massiv ausgeweitet. «Was wir als Veranstalter unternehmen können, das unternehmen wir», sagte Kemperman. In Aachen werden 42 sogenannte Stewards eingesetzt, im Durchschnitt etwa einer für elf Pferde. Diesen Stewards kommt eine Aufsichts- und Kontrollfunktion zu. Sie sind dafür verantwortlich, dass der «Code of Conduct» des Weltverbandes FEI, in dem allgemeine Verhaltensregeln zum Schutz der Pferde definiert sind, eingehalten wird.
Außer den üblichen Dopingproben werden beim CHIO Aachen von sofort an in allen Prüfungen, die für die Weltranglisten relevant sind, von den drei erstplatzierten Pferden sowie einem zufällig ausgewählten Tier Proben genommen. Somit müsse jeder dritte Springreiter mit einer Dopingkontrolle rechnen. Bezogen auf alle fünf CHIO-Disziplinen wird statistisch jedes achte Pferd in Aachen kontrolliert.
Beim «Weltfest des Pferdesports» werden zudem Thermografie-Kameras eingesetzt, mit deren Hilfe die Oberflächentemperatur der Haut der Pferde bis auf 1/100 Grad genau ermittelt wird. Damit können Hinweise auf die mögliche Verwendung unerlaubter Mittel gewonnen werden.
